Johannes Hahn

 EU-Kommissar für Regionalpolitik, Europäische Kommission

Mehr als zwei Drittel der europäischen Bevölkerung lebt in städtischen Gebieten. Städte sind dabei Orte wo sowohl Probleme entstehen als auch Lösungen gefunden werden. Sie sind Nährboden für Wissenschaft und Technik, Kultur und Innovation, individuelle und gemeinschaftliche Kreativität und für Maßnahmen zur Verminderung der Auswirkungen des Klimawandels. Allerdings sind Städte auch Orte wo Probleme wie Arbeitslosigkeit, Segregation und Armut konzentriert sind. Die Entwicklung unserer Städte wird die Zukunft Europas bestimmen. Daher ist es zunehmend wichtig vorauszuschauen und eine Vision der europäischen Städte von morgen zu entwickeln.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten "intelligente Städte" zu beschreiben und zu fördern. Für mich ist eine "intelligente Stadt" eine Stadt, die das Beste aus ihren Potentialen macht was die Bevölkerung, das Gewerbe, Kultur und Kulturerbe, Umwelt und umgebende Gebiete angeht. Eine "intelligente Stadt" ist eine lebenswerte Stadt, eine Stadt die vielfältig und dynamisch ist, und wo die Bevölkerung und das Gewerbe gedeihen kann, ein Ort für Jung und Alt.

Technik ist wichtig, um ein intelligentes Städtekonzept umzusetzen, neue Gewerbemöglichkeiten zu kreieren, Investitionen anzuziehen und Arbeitsplätze zu schaffen. Aber Technik allein wird keine Wunder verbringen. Ebenso wichtig ist Good Governance und das aktive Einbeziehen der Einwohner in der Entwicklung von neuen Organisationsmodellen für eine neue Generation von Dienstleistungen und eine grünere und gesundere Lebensweise.

Um Innovation umzusetzen, brauchen wir Experimente. Projekte wie die "Intelligente Stadtentwicklung" sind hilfreich, um neue Ideen einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung zu entwickeln und auszuprobieren. Für den Erfolg von EU2020 brauchen wir städtische Innovation, die unsere Städte intelligenter und grüner macht und alle stärker einbezieht.